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Ferienhäuser im Piemont, Italien

Langhe | Roero | Monferrato

Unsere Küche kennen lernen

learn our cuisine

WIE MAN IM PIEMONTESISCHEN ROERO ITALIENISCH KOCHT UND ZWAR FANTASTISCH: TEIL I

(By Eaglebird. Ubersetzen von Sabine Christodoulou)

Dieser erste Artikel ist eine Einführung in die italienische Küche

Dieser erste Artikel ist eine Einführung in die italienische Küche im Allgemeinen und die von Roero in Piemont im Besonderen. Er kann überschlagen werden von denjenigen unter Ihnen, die jahrelang in Italien gelebt haben, oder sogar in Langhe und Roero, und glauben, dass sie die Italiener kennen, wissen, wie sie kochen und mit ihrer Küche vertraut sind; und von ein paar verhexten Seelen, die den Boss ihres Mannes mit seiner Frau zum Abendessen eingeladen haben, in der Hoffnung, dass ihr Mann befördert wird und ein besseres Gehalt bekommt, und darum so tun, als ob sie italienisch kochen könnten.

Für alle anderen ist dieser Abschnitt genauso interessant wie alle Artikel, die ihm folgen. Der Grund dafür ist, dass wenige Ausländer wissen, wie wichtig die Beziehung zwischen den Italienern und ihrer Küche ist, wie die Italiener essen, und warum ihre Küche so regional orientiert ist.
Die Bewohner von Langhe und Roero sind genau wie alle anderen Italiener, wenn es sich um Essen und Rezepte handelt. Aus diesem Grunde macht das erste hier besprochene Thema mit dem Titel <Der Ursprung der italienischen Küche und wie andere Kulturen sie beeinflusst haben> auch keinen Unterschied zwischen Nord und Süd beziehungsweise Ost und West. Wenn es um die Küche geht, sind die Italiener ein einheitliches Volk: keine <Polentoni> (Polenta-esser: wie Süditaliener uns im Norden nennen), oder <Terroni> (wie wir uns auf Süditaliener beziehen, beispielsweise Florentiner); Essen ist ein zu wichtiges Thema für alle Italiener, als dass sie sich nicht darauf einigen könnten, dass unsere Küche unerreicht die Beste ist.
Stilecht.
Wenn Sie davon überzeugt sind, werden Sie, lieber Leser, bald ein erstklassiger Hobbykoch werden, oder vielleicht ein Berufskoch, der Bescheid weiß, beschlagen ist, und der Neid aller anderen Köche.
Der Ursprung der italienischen Küche und der Einfluss, den andere Kulturen auf sie ausgeübt haben
Die italienische Küche hat ihre Wurzeln im Haushalt armer Leute: Bauern, die wenige Zutaten hatten, mit denen sie kochen konnten. Bauern, die wenig Geld übrig hatten, und die das Beste daraus machen mussten, was die Natur zu bieten hatte: Gemüse, Weizen, und alle möglichen Variationen desselben, wie zum Beispiel Buchweizen in den Bergen, Reis, Mais und Maismehl, Kastanien und Kastanienmehl, Milch und Käse, Geflügel, Kaninchen und, warum auch nicht, fette Katzen, wenn es keine Kaninchen gab; manchmal Fisch, wenn man am Meer oder an großen Seen lebte. Wild kam nicht in Frage, denn das Land, auf dem das Wild lebte, war ausschließlich im Besitz der Reichen, oder des Königshauses: und die Armen konnten am Galgen enden, wenn sie beim Wildern erwischt wurden. Sehr wenige Zutaten aus fernen Landen, wenn es überhaupt welche gab, konnten benutzt werden: arme Leute hatten nicht das Geld dafür, exotische Gewürze zu kaufen, oder Zutaten, die nicht aus ihrer unmittelbaren Umgebung kamen. Um Handel treiben zu können, mussten die Bauern in der Nähe einer Handelsstraße oder einem Handelszentrum leben, wo sie die Gelegenheit hatten, ihre Waren gegen die anderer zu tauschen.
Hier liegt hauptsächlich der Grund dafür, dass die Küche in Italien so regional geprägt ist. Es erklärt ebenfalls, warum die Italiener so stolz auf ihre regionale Küche sind: ungezähmt und meist unvermischt mit und unbeeinflusst von jeder anderen außer der Küche der allernächsten Nachbarn.
Ausgefeilte Rezepte und Festmähler, Bankette mit Unmengen von Fleisch wie etwa Rindfleisch, Kalbfleisch, Ziegenfleisch, Schweinefleisch und Wild waren dem Adel vorbehalten, und denen, die ihn beherrschten: Prinzen, Fürsten und Königen. Diese Gesellschaftsschicht verzehrte in der Tat so viel Fleisch und so wenig Gemüse, dass Gicht eine weitverbreitete Krankheit unter ihnen war. Sie hatten jede Menge Geld: sie konnten damit Waren kaufen, die aus fernen Landen kamen. Sie konnten ebenfalls ausländische Köche in ihren Dienst nehmen und die exotischen Gewürze und Zutaten probieren, die von diesen benutzt wurden. Die königliche Familie von Piemont, das Haus Savoyen, zum Beispiel, war sehr frankreichorientiert, was Sitten und Geschmack betraf. Bis zum heutigen Tage wissen wir nicht genau, in welchem Grade ihre Vorliebe für alles Französische, von der Sprache bis zur Küche, tatsächlich die Alltagsküche ihrer Untertanen beeinflusst hat.
Aber wie dem auch sei, Italien als ein Land, das von so vielen überfallen und erobert wurde – den Hunnen(die versuchten, uns beizubringen, wie man Würste macht), Hannibal mit seiner Armee + Elefanten aus Südafrika (Couscous), den Spaniern (Paella) und den Franzosen (alles, was essbar ist), das Land, dessen Küche so vielen fremden Einflüssen ausgesetzt war, erwies sich als immun gegen die Küche der Fremden und blieb seiner eigenen treu.
Ehrlich gesagt haben die Franzosen alles versucht, besonders in Piemont, wegen der Savoyen, wie ich oben erwähnte: aber ihre <Nouvelle Cuisine> traf auf den Widerstand der Italiener gegen halb-gefüllte Teller: die Italiener mögen vielleicht nicht immer ihre Teller leeressen, aber wenn man ihnen etwas serviert, das kaum ein Drittel des Tellers einnimmt, fühlen sie sich betrogen, ganz gleich, wie schmackhaft das Gericht auch sein mag. Das Einzige, was sie jedoch von den Franzosen und ihrer <Nouvelle Cuisine> übernommen haben, ist das Bestreben, ein Gericht als Kunstwerk zu präsentieren. Die italienische Version der französischen <Nouvelle Cuisine> ist ein voller Teller in kunstvoller Darbietung.